Seniorenzocker auf bunter Elmtour

Die Mitglieder des ehemaligen Vereins Mehrgenerationenhaus Königslutter sind weiter ehrenamtlich aktiv. Jetzt bekamen sie eine unerwartete Finanzspritze.
Die Seniorenzocker waren im herbstlichen Elm unterwegs

 

Die Bäume im Elm zeigen sich dieser Tage von ihrer bunten Seite. Und das nutzten die Mitglieder des ehemaligen Vereins Mehrgenerationenhaus Königslutter für eine Tour in den herbstlichen Wald mit anschließendem Kaffeetrinken im »Elm-Haus«. Eingeladen hatten die Seniorenzocker, eine Gruppe um den ehemaligen Vereinsvorsitzenden Helmut Eß. Diese rüstigen Rentner hatten eine unerwartete Finanzspritze für ihr soziales Engagement erhalten. In einem Gespräch erklärte Eß, wofür das Geld nun verwendet werden sollte.

Vor gut zwei Jahren löste sich der Verein Mehrgenerationenhaus Königslutter auf. Doch ganz wollten dessen Mitglieder ihre Treffen nicht ausfallen lassen, und auch ihr Vorsitzender Eß engagierte sich weiter. Unter anderem sieht man ihn außerhalb der Lockdown-Zeiten donnerstags mit seinen Seniorenzockern in Räu­men des Seniorenhauses im Centro Kö. Eben diese Gruppe, übrigens eine offenes Angebot für die Bewohner des Hauses, soll nun seniorengerechte Karten- und Brettspiele erhalten. »Diese Karten sind etwas größer gehalten und für Senioren besser lesbar«, so Eß.

Die Mitglieder des ehemaligen Vereins treffen sich ebenfalls noch regelmäßig, zumindest haben sie das getan und wollen auch wieder einsteigen, sobald es die Coronalage erlaubt. Auch diese Gruppe, die sich über Jahre etwa um ein gesundes Frühstück für die Kinder der Haupt- und Real­schule in Königslutter gekümmert hatte, will Helmut Eß nach der unerwarteten Finanzspritze bedenken. Die Ausfahrt in den Elm gehörte dazu, gerade noch vor dem erneuten Lockdown. Eigentlich war das schon eine Tradition, denn stets zur Herbstzeit zog es Mitglieder des Vereins und weitere interessierte Senioren in den bunten Elm. »Außerdem will ich die Ehrenamtlichen, die ja nach wie vor aktiv sind, zu einem Essen einladen, sobald das wieder gefahrlos möglich ist«, kündigte Eß an.

Der edle Geldgeber ist übrigens der DM-Drogeriemarkt in Königslutter. Einmal im Jahr, so erzählt Eß, schüttet man dort Gelder für soziales Engagement aus. Zehn Prozent des Tagesumsatzes vom 28. September landeten so im Spendensack, ein erkleckliches Sümmchen, wie Eß meint. »Natürlich wird das Geld ausschließlich für die verschiedenen sozialen Zwecke genutzt«, verspricht er.