Schubert-Liederabend und Weihnachtskonzerte

Die Propstei Königslutter veranstaltet am Sonnabend, dem 18. November, um 18 Uhr einen Liederabend in der Stadtkirche. Auf dem Programm steht Franz Schuberts letzter Liederzyklus »Schwanengesang«, entstanden in Schuberts Todesjahr 1828. Es musizieren Marco Vassalli (Bariton) und Propsteikantor Matthias Wengler (Klavier).
^Präsentieren am 18. November in der Stadtkirche Königslutter einen Schubert-Liederabend (v. l.): Propsteikantor Matthias Wengler (Klavier) und Marco Vassalli (Tenor)

Über 600 Lieder hat Schubert komponiert. Sie brachten eine ganz neue Musiksprache mit sich: Dichtung, Gesang und Begleitung standen gleichberechtigt nebeneinander, so auch im »Schwanengesang«. Schubert selbst hatte nie vor, die sieben Lieder nach Gedichten von Ludwig Rellstab und die sechs Lieder nach Gedichten von Heinrich Heine, die heute unter dem Titel »Schwanengesang« bekannt sind, zu einem Zyklus zusammenzufassen. Auf diese Idee kam – zwei Monate nach Schuberts Tod – der geschäftstüchtige Verleger Tobias Haslinger. Und weil er wohl abergläubisch war, fügte er den dreizehn Liedern ein vierzehntes hinzu: die berühmte »Taubenpost«, Schuberts letzte Komposition überhaupt, nach einem Text von Johann Gabriel Seidl.


Heute ist der »Schwanengesang« als Werkgruppe anerkannt, auch wenn der Zyklus keinen erkennbaren erzählerischen roten Faden besitzt. Jedes Lied ist eine Kostbarkeit für sich und jedes erzählt auf seine Weise aus dem Seelenleben der Romantik. Die Gedichte fanden in Schubert einen genialen Tonsetzer, der den wechselnden Stimmungen auf packende Weise Ausdruck verlieh, seine Musik trifft mitten ins Herz.
Eröffnet wird der Liederabend mit Vertonungen aus Johann Wolfgang von Goethes Roman »Wilhelm Meisters Lehrjahre«, unter anderem mit den Gesängen des Harfners.


Für diesen Liederabend sind Tickets für 20 Euro (10 Euro für Schüler und Studenten) im Vorverkauf in der Buchhandlung Kolbe – Sarinas Bücher- und Spieleparadies sowie auf www.coramclassic.de erhältlich, Restkarten gibt es an der Abendkasse ab 17.30 Uhr.


Propsteikantor Matthias Wengler weist zudem bereits jetzt auf die diesjährigen Weihnachtskonzerte im Kaiserdom hin, die von der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz und der Bürgerstiftung Ostfalen gefördert werden. Der Vorverkauf hat bereits begonnen. »Nach sechs Jahren steht wieder Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium auf unserem Programm, alle sechs Kantaten sind in diesem Jahr als Gemeinschaftsprojekt mit der Propsteikantorei Königslutter und der Kantorei Schöppenstedt zu erleben. Die Kantaten 1 bis 3 werden am Freitag, dem 22. Dezember, um 19.30 Uhr im Kaiserdom aufgeführt, die Kantaten 4 bis 6 am Freitag, dem 29. Dezember, um 19 Uhr in der St.-Stephanus-Kirche in Schöppenstedt unter der Leitung meines Kollegen Julian Heider. In Königslutter laden wir am 22. Dezember um 17 Uhr außerdem zu Bachs Weihnachts­oratorium als einstündiges moderiertes Familienkonzert ein, ideal zum Kennenlernen des Werks für alle Generationen; geeignet für alle Besucher ab acht Jahren. Sichern Sie sich bitte rechtzeitig Ihre Karten im Vorverkauf, wir rechnen mit zwei ausverkauften Kirchen«, so Wengler.
Die Mitwirkenden an beiden Tagen in Königslutter und Schöppenstedt sind Martina Nawrath (Sopran), Mika Bergman (Alt), Manuel König (Tenor), Marco Vassalli (Bass), die Propsteikantorei Königslutter, die Kantorei Schöppenstedt und die Camerata Instrumentale Berlin, die Leitung haben Matthias Wengler (22. Dezember) und Julian Heider (29. Dezember). Karten für die beiden Konzerte im Kaiserdom (17 Uhr: 15 Euro; 19.30 Uhr: 30/20 Euro, 50 Prozent ermäßigt für Schüler und Studenten) sind im Vorverkauf in der Buchhandlung Kolbe – Sarinas Bücher- und Spieleparadies und auf www.coramclassic.de erhältlich. Karten für den 29. Dezember sind im Reisebüro Schmidt für 25/20/15 Euro und auf www.eventim-light.com erhältlich.