In den nächsten zwei Jahren entstehen zahlreiche Kita-Plätze

Der Rohbau einer neuen Kindertagesstätte im Hopfengarten Schöningen ist beinahe vollendet, und auch in Hoiersdorf hat sich der Ausschuss für Bürgerdienste gemeinsam mit einem Investor auf die Einrichtung einer Kindertagesstätte in der ehemaligen Schule geeinigt. Voraussichtlich werden so Ende 2021 bis ins Jahr 2022 etwa 75 Kindergarten- sowie 45 Krippenplätze entstehen.

Bereits am 24. Juli fand der erste Spatenstich zum Bau einer neuen Kindertagesstätte im Hopfengarten statt. Der Unterbau ist bereits so gut wie fertig. »Die Bauarbeiten gehen gut voran. Das Untergeschoss ist demnächst fertig, sodass man bald an die Bedachung der Flachdachsegmente gehen kann«, beschreibt Mirjam Heldsdörfer aus dem Fachbereich Kindertagesstätten vom DRK-Kreisverband Helmstedt. Die vom DRK getragene Kita entsteht in Zusammenarbeit mit dem Planungsbüro Petra Wehmeyer, mit dem der Kreisverband bereits verschiedene Projekte verwirklicht hat. »Die Zusammenarbeit besteht bereits seit gut fünf Jahren und ist äußerst gewinnbringend. Gemeinsam haben wir schon Einrichtungen in Süpplingenburg,
Räbke und Warberg realisiert und sind parallel zum Objekt in Schöningen im Endspurt in Streplingerode in Helmstedt«, so die DRK-Beauftragte.

Die Planung der Kita im ehemaligen Schulgebäude in Hoierdorf sieht zwei Krippengruppen im flachen Langhaus und eine Kindergartengruppe im Erdgeschoss des Haupthauses vor, in dessen Obergeschoss ein großer Bewegungsraum und an dessen Eingangsbereich eine moderne Umgestaltung mit Büromöglichkeiten vorgesehen sind. Geplanter Abschluss: Mitte bis Ende 2022

Der Komplex, der mit einer Investition vom DRK in Höhe von rund 3,5 Millionen Euro auf einer Grundfläche von etwa 2 200 Quadratmetern mit großer Außenanlage entsteht, wird zum Teil flach gedeckt und zum Teil mit Pultdächern versehen sein. Später sollen hier zwei Kindergartengruppen zu je 25 Plätzen und eine Krippengruppe mit 15 Plätzen zur Verfügung stehen. Laut Heldsdörfer ist die Vollendung für Ende 2021 vorgesehen. Ein weiterer Lichtblick in der Reduzierung der anwachsenden Warteliste an benötigten Plätzen – 43 Kinder unter drei Jahren und 47 Kinder über drei – ist die Einrichtung einer Kindertagesstätte im Schöninger Ortsteil Hoiersdorf. Anfang September einigte sich der Ausschuss für Bürgerdienste mit dem neuen Eigentümer des ehemaligen Schulgebäudes, das zuvor – zum Unverständnis des Hoiersdorfer Bürgermeisters Olaf Eppert – von der Stadt an den Investor Lars Wreczycki veräußert worden war, auch hier eine Kindertagesstätte zu integrieren.

Das Untergeschoss des im Juli begonnen Baus einer Kita im Hopfengarten Schöningen ist nahezu abgeschlossen. Das moderne Gebäude mit einer Mischung aus Flach- und- und Pultdach am Eingang des Ortes soll eine Krippen- und zwei Kindergartengruppen beherbergen. Geplanter Abschluss: Herbst/Winter 2021. Visualisierungen (3): Planungsbüro P. Wehmeyer

Auch in diesem Fall wurde dem Ausschuss bereits ein Entwurf vom beauftragten Planungsbüro Petra Wehmeyer vorgelegt. Es sieht demnach die Einrichtung von zwei Krippengruppen mit je 15 Plätzen im eingeschossigen Langhaus und einer Kindergartengruppe mit 25 Plätzen im Erdgeschoss
des zweigeschossigen Vorderhauses vor. Im zweiten Stockwerk soll ein geräumiger Bewegungsraum entstehen. Der Eingangsbereich hingegen soll
gänzlich neu und mit Büromöglichkeiten ausgebaut werden. »Es war sowohl für die Stadt als auch für den Investor wichtig, dass jetzt Entscheidungen
getroffen werden. Demnach ist die Grobskizze erstellt. Ihr werden nach und nach jetzt Details hinzugefügt«, berichtete Schöningens Bürgermeister Malte Schneider kurz nach einer Gesprächsrunde u. a. mit Claudia Backhauß, Fachbereichsleiterin Bürgerdienste. Er fügte hinzu: »Aktuell versuchen wir, Fördermittel für den Eigentümer zu beantragen, und die finale Finanzierung steht noch aus. Auch der Mietvertrag ist noch nicht unterzeichnet. In diesen Bereichen wird es aber bald zu Einigungen kommen.« Einen Abschluss des Projektes sieht Schneider 2022. In der Zwischenzeit heißt es für
Eltern und Kinder allerdings, weiter zu warten. Eine einst geplante Übergangslösung in Containerbauweise an der Weinbergturnhalle ist aufgrund fehlender Investoren und strenger Vorgaben – auch für die Interimslösung – gescheitert.

Sebastian Lükemann