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Domkonzerte: Virtuosen und Meisterwerke

Der Kaiserdom in Königslutter ist nicht nur ein historisches Monument romanischer Baukunst, nicht nur eine beeindruckende Kirche, nicht nur einen Stopp auf einer Kulturreise wert, er ist auch das Zuhause der Domkonzerte, die in diesem Jahr bereits zum 41. Mal stattfinden. Immer im September können in einem Zeitraum von drei Wochen hochkarätige, oft internationale Musiker hautnah erlebt werden. So auch in diesem Jahr, wenn zwischen dem 3. und dem 23. September sechs Konzerte mit hervorragenden Künstlern auf dem Programm stehen.
Bläser des Gewandhausorchesters zu Leipzig Foto: Uwe Kleinsorge

Den Auftakt macht Avi Avital (Mandoline) mit Martynas Levickis (Akkordeon) am 3. September im Kreuzgang. Avital hat in den vergangenen Jahren die Mandoline als hervorragendes Konzert-instrument etabliert, 2023 ist sogar zum Jahr der Mandoline ernannt worden. Mit dem Litauer Levickis, der in diesem Jahr zum zweiten Mal als Preisträger in Residence bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern und erstmals beim Rheingau-Musikfestival zu erleben ist, präsentiert er unter anderem Werke von Saint-Saëns, Schostakowitsch, Albeniz, Bartok und Kreisler.


Jagdlich wird es am 9. September mit dem Parforcehorn-Ensemble »Les Amazones« im Dom. Das Ensemble vereint die besten Bläserinnen Deutschlands und wird geleitet von Wilhelm Bruns. Auf dem Programm steht die »Grande Messe de Saint Hubert« von und mit Hubert Heinrich zusammen mit der romantischen Domorgel. Außerdem weitere Werke der Jagdmusik für Parforcehörner.

»Les Amazones« Foto: Fritz Westermann


Besonders gefragt sind in jedem Jahr die A-cappella-Konzerte. In diesem Jahr konnten die Veranstalter »Slixs« aus Leipzig für den 15. September gewinnen. Die sechs Sängerinnen und Sänger sind vor allem durch ihre vokalen Interpretationen der Instrumentalwerke von Johann Sebastian Bach bekannt. In ihrem Programm »Von Bach bis Prince« zeigen sie sich von ihrer wandlungsfähigen Seite – zwischen den Epochen von barocker Klarheit bis zu flirrendem Jazz und Pop changierend. Das Sextett wurde fünfmal mit dem CARA (Contemporary A Cappella Recording Award) ausgezeichnet.

»Slix« Foto:Hagen Wolf


Den 17. September sollten sich Klassikfreunde vormerken. Die Bläsersolisten des Gewandhausorchesters zu Leipzig kommen mit zwei absoluten Höhepunkten für diese Besetzung zu den Domkonzerten. Die Serenade B-Dur »Gran Partita« von Wolfgang Amadeus Mozart und die Bläserserenade d-Moll von Antonín Dvořák sind Meisterwerke, die akustisch gut in den Kaiserdom passen.


Mit Margot Käßmann kommt am 22. September eine einflussreiche Stimme in den Dom. In ihren Texten spricht sie über die grundlegenden Sehnsüchte des Menschen – nach Liebe, Geborgenheit, Freiheit und Frieden, sowie über das tiefe Verlangen nach einem Neuanfang und Trost, wenn wir trauern. Begleitet wird sie bei dieser Konzertmeditation aus Text und Musik von Hans-Jürgen Hufeisen (Blockflöten), der den Worten eine zusätzliche Dimension verleiht.


Am Folgetag präsentieren vier Gesangssolisten, der Kammerchor der Frauenkirche Dresden und das Ensemble Frauenkirche Dresden als Orchester unter der Leitung von Frauenkirchenkantor Matthias Grünert die h-Moll-Messe von Johann Sebastian Bach. Dieses Monumentalwerk bildet den Höhepunkt zum Abschluss der diesjährigen Domkonzerte.

Weitere Informationen gibt es auf www.domkonzerte.org. Karten gibt es und an allen bekannten Vorverkaufsstellen.