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Schöppenstedt, DE
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Toilettenumbau und mehr Barrierefreiheit

Mit zahlreichen Baumaßnahmen will die Stadt Schöppenstedt im Jahr 2022 bessere Bedingungen für ihre Bürger schaffen. Geplant sind u. a. verschiedene Bauprojekte zur Ausweitung der Barrierefreiheit, die Neugestaltung einiger Dorfgemeinschaftshäuser in den Ortsteile sowie der Umbau der öffentlichen Toilettenanlage im Herzen der Stadt. Auf Anfrage des Stadtspiegels äußerte sich Bürgermeisterin Andrea Föniger dieser Tage zu den Vorhaben und gab detailliert Auskunft zum Stand der Dinge.

Die in die Jahre gekommene öffentliche Toilettenanlage unweit des Marktplatzes soll in Kürze barrierefrei umgebaut werden. Das beschlossen die Fraktionen des Rates der Stadt Schöppenstedt in ihrer jüngsten Sitzung. Fotos (2): Nickel

Seit langer Zeit steht das Thema »öffentliche Toiletten« ganz weit oben auf der Agenda der Einwohner der Elmstadt und wird vielfach diskutiert. Besonders in der Innenstadt wird eine jederzeit nutzbare und barrierefrei zugängliche Toilettenanlage von vielen schmerzlich vermisst. Eine Lösung für die Problematik ist nun in Aussicht, denn in ihrer jüngsten Sitzung haben die Fraktionen im  Schöppenstedter Rat einstimmig beschlossen, dass die öffentliche Toilettenanlage im Stadtzentrum nun  umgebaut wird.
»Die neue Anlage, die voraussichtlich über einen Münzautomaten zugänglich sein wird, soll täglich geöffnet werden und kann dann endlich auch wieder bei Veranstaltungen in der Innenstadt in Anspruch genommen werden«, so die Bürgermeisterin, die anfügt, dass für dieses Jahr wieder ein Maifest und das Stadtfest, aber auch ein Familienflohmarkt auf dem Marktplatz geplant sind. Ob diese Veranstaltungn tatsächlich stattfinden werden, ist aufgrund der Coronalage jedoch nach wie vor unklar, wie das Stadtoberhaupt konstatiert: »Die Pandemie gibt bei den Planungen leider immer noch Fragezeichen und Unwägbarkeiten auf. Wir wollen schon, aber ob wir auch dürfen, wird sich zeigen. Eine gute Nachricht ist derweil, dass derartige Projekte und Veranstaltungen in Zukunft mit Unterstützung aus dem niedersächsischen Fond für ›Perspektive Innenstadt‹ gefördert werden könnten.«
Auch abseits der Erneuerung der öffentlichen Toilettenanlagen stehen laut Andrea Föniger in Schöppenstedt und den Ortsteilen diverse weitere Baumaßnahmen auf dem Plan. So wird es u. a. einen umfassenden Umbau am und im Dorfgemeinschaftshaus Schliestedt geben. »Nach längerer Planungszeit, auch bedingt durch die Pandemie, wird das Dorfgemeinschaftshaus in Kürze barrierefrei umgestaltet. Nach der Gewährung einer Landeszuwendung zur Förderung von Projekten zur Inklusion, Partizipation und Bewusstseinsbildung kann mit den Arbeiten in naher Zukunft endlich begonnen werden. Die Dorfgemeinschaftshäuser in Sambleben und Eitzum sollen später ebenfalls entsprechend hergerichtet werden«, berichtet die Bürgermeisterin.
Maßnahmen für eine Entwicklung hin zu einer zunehmend barrierefreien Stadt sind derweil auch rund um die Ampelanlage an der Kreuzung Neue Straße/Bahnhofstraße sowie an den Bushaltestellen am Marktplatz/Stobenstraße geplant. »An der viel befahrenen Kreuzung sind Arbeiten für ein barrierefreies Queren anberaumt, sodass die Wege den aktuellen Anforderungen entsprechen. Um zudem an den Bushaltestellen im Stadtzentrum endlich ein barrierefreies Ein- und Aussteigen zu ermöglichen, planen wir schnellstmöglich die Installation sogenannter Kasseler Borde. Hier verzögerte sich zuletzt jedoch der Start der Baumaßnahmen durch das Coronavirus und die damit häufig schwierigeren Ausschreibungen bzw. Planungen«, so Föniger.
Abschließend fügte die Bürgermeisterin an, dass das alte Gebäude der Kita »Hummelburg«, für das die Samtgemeinde Elm-Asse zuständig ist, bereits wegen baulicher Mängel geschlossen werden musste. Die geologischen Verhältnisse auf dem hügeligen Gelände, das wiederum der Stadt Schöppenstedt gehört, hätten über die Jahre zu starken baulichen Mängeln am Gebäude geführt. Die weitere Nutzung des Gebäudes ist unklar und ein kompletter Rückbau wohl nicht ausgeschlossen.
Definitiv bereits in Kürze zurückgebaut wird der Eulenspiegel-Erlebnisspielplatz am Höhenweg. Die Holzobjekte weisen bereits starken Verschleiß durch Fäulnis und Verrottung auf. Eine letzte Prüfung durch den TÜV hatte bereits ergeben, dass einige Spielgeräte geschlossen werden mussten. Man hat sich jetzt schweren Herzens entschlossen, den gesamten Spielplatz zu entfernen. Zur zukünftigen Nutzung der freien Fläche hält sich Andrea Föniger noch bedeckt. »Wir haben bereits interessante Ideen für eine zukünftige Nutzung der dann frei werdenden Flächen. Mehr kann und möchte ich dazu aber derzeit noch nicht verraten.«

Sebastian Nickel

Der Eulenspiegel-Erlebnisspielplatz neben dem Schöppenstedter Freibad wird komplett zurückgebaut. Wie die frei werdende Fläche künftig genutzt wird, ist derzeit noch unklar