Technische Probleme verzögern den Start in die Freibadsaison

Mit Hochdruck arbeitet die Samtgemeinde Elm-Asse zusammen mit den Schwimmmeistern, dem Freibadverein und der DLRG an der kommenden Freibadsaison. Während die Freibäder in Denkte und Remlingen bereits am 5. Juni ihre Tore für die Besucher öffnen werden, mussten die Verantwortlichen des Schöppenstedter Freibades derweil einen Dämpfer verkraften. Bei den Vorbereitungs­arbeiten wurde festgestellt, dass die Schieber, die den Wasserzufluss regeln, festsitzen. So konnten bisher das Befüllen der Becken sowie das vorab notwendige Durchspülen der Leitungen nach dem Winter nicht durchgeführt werden. Aufgrund des erforderlichen Austauschs der Schieberanlage fällt der Startschuss zur Freibadsaison in der Elmstadt nun voraussichtlich zwischen dem 18. und dem 20. Juni.
Sind zuversichtlich, dass die Freibadsaison in der Elmstadt trotz technischer Probleme noch im Juni starten kann (v. l.): Bernd Gottsleben (Schwimmmeister), Bernd Oehlmann (Vorsitzender Freibadverein), Dr. Torsten Loof (Vorsitzender DLRG Schöppenstedt), Bauamtsleiter Mathias Stieler und Samtgemeindebürgermeister Dirk Neumann

Nach Feststellung der Problematik vor einigen Wochen wurde von den Verantwortlichen um­gehend reagiert und eine Fach­firma hinzugezogen. Diese stellte fest, dass eine Reparatur der Schieber nicht möglich sei und ein Austausch der rund 300 Kilogramm schweren Anlage erfolgen müsse. Die Beschaffung dieses Ersatzteils gestaltete sich jedoch ungemein schwierig, wie Mathias Stieler erklärte. »Die Fachfirma und wir haben bereits seit drei Wochen auf das passende Ersatzteil gewartet. Der Markt ist völlig überlastet«, so der Bauamtsleiter, der sich der Angelegenheit mit Hochdruck persönlich angenommen hat.

Ein defekter Absperrschieber im Schöppenstedter Freibad verhinderte, dass Wasser in das Becken eingelassen werden konnte. Da eine Reparatur nicht möglich war, muss das 300 Kilogramm schwere Teil komplett ausgetauscht werden

Nach langem Warten überbrachte die Firma vor Kurzem schließlich die erlösende Nachricht, dass die Anlage nun verfügbar sei und der Einbau beginnen könne. Anfang dieser Woche starteten die ersehnten Arbeiten, nach deren Fertigstellung das Wasser eingelassen werden kann. »Nach dem Einbau der Anlage kann umgehend damit begonnen werden, das Becken zu befüllen. Eine alternative Befüllung über Hydranten war leider nicht möglich, da das ganze System noch gespült werden muss, dazu müssen aber intakte Schieber vorhanden sein«, äußerte sich Samtgemeindebürgermeister Dirk Neumann zur Lage. 

Schwimmmeister Bernd Gotts­leben weist unterdessen auf die Zeitspanne der ausstehenden Arbeiten hin: »Allein das Becken mit seinen rund 2,5 Millionen Litern zu befüllen, wird dreieinhalb Tage in Anspruch nehmen. Danach muss das gesamte Wasser durchchlort werden. Ist das geschehen, muss das Wasser noch im Labor beprobt werden, um Keimfreiheit zu gewährleisten. Es ist daher davon auszugehen, dass das Schöppenstedter Freibad erst in der 24. Kalenderwoche für den Badebetrieb bereitstehen wird. Unser Ziel ist eine Öffnung zwischen dem 18. und 20. Juni.« 

Ob zum avisierten Datum auch den ersten Badegästen in diesem Jahr Einlass gewährt werden kann, hängt von der Entwicklung der Pandemiesituation ab. Der Samtgemeindebürgermeister zeigt sich angesichts der sinkenden Infektionszahlen jedoch zuversichtlich: »Die aktuellen Inzidenzzahlen im Landkreis Wolfenbüttel lassen eine Öffnung der Freibäder derzeit zu, und wir freuen uns, dass die diesjährige Freibadsaison in den zwei weiteren Freibädern in der Samtgemeinde Elm-Asse in Remlingen und Denkte bereits ab Sonnabend, dem 5. Juni, beginnen kann. Nun hoffen wir, dass der Wert auch in den kommenden Wochen stabil niedrig bleibt und wir nach der kompletten Fertigstellung der Reparaturarbeiten auch im Schöppenstedter Freibad noch im Juni die ersten Gäste begrüßen können.«

Anfang dieser Woche rollte im Schöppenstedter Freibad schweres Gerät der Fachfirma an, die sich um den Austausch des defekten Schiebers kümmert Foto: Nickel

Der Vorsitzende des Freibadvereins Bernd Oehlmann bittet derweil alle Badelustigen, die den Sprung ins kühle Schöppenstedter Nass kaum mehr abwarten können, um Verständnis und Geduld: »Die Sicherheit der Badegäste geht vor. Erst wenn die Anlage hier in Schöppenstedt wieder 100-prozentig funktioniert, können wir loslegen. Bei technischen Großanlagen wie dieser kann so was immer mal passieren.« Trotz der schwierigen Lage gibt es auch Positives zu berichten: Das neue Kinderplanschbecken mit gleich mehreren Rutschen wird zur Öffnung des Bades einsatzbereit sein.

Sebastian Nickel