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Projektwoche am GAS: Jugendliche handeln gegen die Klimakrise

Dass junge Menschen nicht nur Forderungen an die Politik stellen, sondern auch selbst etwas unternehmen, belegte eindrucksvoll die Projektwoche des im Rahmen der nationalen Klimaschutzinitiative geförderten Vorhabens »Low-Emission-Schools in Norddeutschland« am Gymnasium Anna-Sophianeum Schöningen (GAS).

Die 24 teilnehmenden Schüler der Klasse 9 d erarbeiteten Projektideen, die darauf abzielen, durch dauerhafte Veränderungen im Alltagsverhalten und an der Schule Treibhausgas­emissionen einzusparen. Ein Experteninterview in der Mitte des Projektes, zu dem regionale Vertreter wie Andrè Mollenhauer vom Klimaschutzmanagement der Stadt Helmstedt, Andrea Keßler von der Regionalen Energieagentur e. V., Heike Dörge vom Regionalverband Großraum Braunschweig und Alexander Heidebroek von der Landwind-Gruppe eingeladen wurden, war wegweisend für die erfolgreiche Arbeit der Schüler.
Auf der Abschlusspräsentation stellten sie ihre erarbeiteten Projektideen zu den Aktionsfeldern Energie, Ernährung, Mobilität und Ressourcenschutz einem breiten Publikum vor.


Die Gäste, unter ihnen der stellvertretende Schulleiter Bengt Hagelstein, freuten sich über die zahlreichen präsentierten Projektideen für die Schule und die Region, bei denen sich die Jugendlichen auch Gedanken zur Umsetzbarkeit gemacht hatten. Christoph Neddermeier vom Klimaschutzmanagement des Landkreises Helmstedt, Thomas Hoffmann in Vertretung für den Bürgermeister der Stadt Schöningen, Mathias Kloth vom Klimaschutzmanagement Schöningen und Sylke Lehne der BUND-Kreisgruppe Helmstedt, Fachbereich Jugendarbeit, zeigten großes Interesse für die Projektideen und sagten ihre Unterstützung zu. Im Verlauf der Woche wurden die Schüler durch das gemeinnützige Institut für Vernetztes Denken Bredeneek betreut.


Die Bandbreite der erarbeiteten Ideen ist groß: eine Kampagne zum Energiesparen, das Einführen von Smart-Steckdosen zum Abschalten von Standby-Geräten, die Erweiterung der bestehenden Photovoltaikinstallation, das regelmäßige Anbieten von fleischlosen Wochen in der Schulmensa, die Einführung eines Belohnungssystems bei Genuss veganer oder vegetarischer Menüs in der Mensa, das Steigern der Attraktivität des bestehenden ÖPNV-Angebotes durch neue Ticketlösungen, die Installation einer aus Photovoltaik gespeisten Ladestation für Elektro-Pkws auf dem Lehrerparkplatz, das Ausrollen eines Belohnungssystems für die Fahrradnutzung in Kooperation mit dem örtlichen Fahrradeinzelhandel, eine Aufklärungskampagne zur Müllvermeidung und die Optimierung des Mülldienstes durch Schüler zur getrennten Entsorgung von Papier- und Verpackungsabfall auf dem Schulgelände.


Als nächstes wird in Abstimmung mit der Schulleitung und Regionalvertretern mit der Umsetzung der Ideen begonnen und diese begleitet, damit sich die gewünschten Veränderungen im Alltagsverhalten einstellen.