Polizistin schießt in Jembke aus Notwehr auf wohnungslosen Angreifer mit Messer

Wolfsburg (ots) - Jembke, Hauptstraße 05.11.20, 16.15 Uhr

Laut einer gemeinsamen Presseerklärung von Staatsanwaltschaft Braunschweig und Polizei Wolfsburg musste bei einem Polizeieinsatz in Jembke im Landkreis Gifhorn am Donnerstagnachmittag eine 26 Jahre alte Polizeibeamtin aus Notwehr auf einen 31 Jahre alten Wohnungslosen schießen. Die Kommissarin reagierte sekundenschnell auf einen unmittelbaren Angriff des 31-Jährigen mit einem Messer. Der Drogenabhängige wurde am Bein getroffen und konnte im Anschluss überwältigt werden. Der Mann ist bereits polizeibekannt. Nach einer ärztlichen Behandlung im Wolfsburger Klinikum wurde der Beschuldigte in ein Psychiatriezentrum eingewiesen.

Den Ermittlungen nach wurde die Polizei Gifhorn per Notruf um 16.35 Uhr von der 36-jährigen ehemaligen Lebenspartnerin des 31-Jährigen alarmiert. Die 36-Jährige schilderte, dass ihr früherer Freund auf einem Parkplatz an der Hauptstraße nahe der Post mit einem Messer bewaffnet sei und drohe, sich selbst umzubringen.

Daraufhin wurden gleich mehrere Streifenbesatzungen entsendet. Erste Beamte trafen den 31-Jährigen an, der sich augenscheinlich in einer sehr angespannten psychischen Ausnahmesituation befand. Die Einsatzkräfte versuchten den Drogenabhängigen mit Gesprächen zu beruhigen. Dazu wurde der Amtsbekannte mehrfach aufgefordert, sein Messer abzulegen. Als der 31-Jährige völlig unvermittelt und zielgerichtet die 26-jährige Beamtin angreift, gibt die Polizistin in Notwehr sekundenschnell einen Schuss aus ihrer Dienstwaffe auf die Beine des Angreifers ab. Am Bein getroffen ließ sich der Angreifer schließlich mit einfacher körperlicher Gewalt überwältigen.

Die Hintergründe dieser Ausnahmesituation des 31-Jährigen sind noch unklar. Gegen ihn wurde ein Ermittlungsverfahren wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung eingeleitet. Die Ermittlungen dauern an.

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