Pfarrer Gregor Olszak feierte sein 25. Priesterjubiläum

Es gab viele Begebenheiten, die Gregor Olszak dazu brachten, Pfarrer zu werden. Jetzt feierte der Geistliche, der in der Schöninger St.-Marien-Gemeinde wirkt, sein 25. Priesterjubiläum.
Gregor Olszak mit seinen Eltern am Anfang seiner Priesterlaufbahn
Gregor Olszak mit seinen Eltern am Anfang seiner Priesterlaufbahn

Schon als Kind ging Olszak mit seinen Mitschülern in Polen immer vor der Schule in die gegenüberliegende Kirche zum Beten. Das Gleiche nach der
Schule. Außerdem gab es in den Zeiten des Kommunismus keinen Religionsunterricht in der Schule. Stattdessen wurde dieser in einem der Fremdenzimmer des elterlichen Gästehauses abgehalten.
Er war als Messdiener tätig, und sein Vater spielte in der Kirche bei den Krippen- und Passionsspielen mit. So reifte der Gedanke, Prister zu werden.
»Auf der einen Seite war es die gläubige Gemeinde um mich herum. Auf der anderen Seite passiert da auch was mit dem Herzen und der Seele«, meint Olszak. »So reifte der Gedanke, ob ich diesen Weg gehen und mich mit Gott auseinandersetzen möchte. Die Entscheidung fiel dann nach sechs Jahren Priesterseminar.« Drei Jahre lang führte Olszak den Religionsunterricht und leitete als Kaplan eine Jugendgruppe in der Gemeinde Gawłów.

Nach seiner ersten Versetzung führte er dies fünf Jahre lang in Nowy Sącz und eines in Żegocina fort bevor er im Jahr 2004 Polen verließ und nach Hildesheim kam, wo er vom Bischof gesegnet wurde. Dann führte ihn
sein Weg über Hannover, wo er Deutsch lernte und sein Examen ablegte, drei Jahre nach Alfeld bis zu seiner jetzigen Wirkungsstätte in Schöningen. »Hier stelle ich den Kontakt zwischen den Menschen und Gott her. Ich bin für sie da, spreche mit ihnen, spende die Sakramente, halte Predigten – auch in Büddenstedt und Jerxheim –, führe Firmvorbereitungen und Trauungen sowie Beerdigungen durch. Zu guter Letzt gehört auch die Verwaltung zu meinen Aufgaben. So konnte ich 2012 auch zum Bau eines barrierefreien Zugangs meinen Zuspruch geben. Man muss Prioritäten setzen, und die liegen bei
der Gemeinde. Ich bin jederzeit ansprechbar für alle, die Rat und Beistand brauchen. Ich habe den Zölibat abgelegt. Die Gemeinde ist meine Familie«, so der Pfarrer.
Gregor Olszak hilft den Menschen,an etwas Gutes zu Glauben.Auch sein eigener Glaubewurde während einer schweren Krankheit auf die Probe gestellt und gestärkt, denn er weiß, dass immer etwas Gutes auf einen
wartet. Auch wenn die Zukunft nicht immer gewiss ist. So wird auch für ihn im Januar ein neuer Lebensabschnitt beginnen, wenn er seine nächste Stelle
antritt und jemand Neues nach Schöningen kommt, um die Gemeinde zu betreuen.
Sein Jubiläum möchte Gregor Olszak nach Möglichkeit noch groß mit der Gemeinde feiern – gern nach den Sommerferien.