Nützliche Tipps für Balkon- und Gartenbesitzer

Nur weil jetzt Herbst ist, bedeutet das für Garten- und Balkonbesitzer nicht, dass sie die Hände in den Schoß legen und nur noch die letzten Sonnenstrahlen genießen können. Im Gegenteil: Jetzt gilt es alles winterfest zu machen, damit die Pflanzen auch die kommende kalte Jahreszeit gut überstehen.

Bunte Blätter sind nur dann hübsch anzusehen, wenn sie sich am Baum befinden. Fallen sie auf den Boden, können sie für Gartenbesitzer im Herbst leicht zu einer Plage werden. Weil die Blätter meist auf Rasenflächen fallen, sollte möglichst regelmäßig das Laub entfernt werden. Im Schnitt reicht es aus, wenn die Blätter etwa alle zwei Wochen vom Rasen entfernt werden. Nur wenn die Blätterschicht zu dick geworden ist, sollte bereits früher etwas dagegen getan werden, da ansonsten die Grashalme keine Luft mehr bekommen. Laub auf Gartenhecken sollte jedoch schnellstmöglich beseitigt werden. Durch die Blätter kann die Hecke darunter leichter faulen, oder sie bekommt
nicht genügend Licht und das Wachstum wird behindert. Empfindliche Kübelpflanzen wie etwa Granatapfel und Bleiwurz sollten zum Überwintern reingestellt werden. Dabei gilt: Alle Pflanzen, die ihre Blätter abwerfen, können dunkel bei fünf bis zehn Grad überwintern. Rosmarin und Zitronen bevorzugen dagegen einen hellen und sehr kühlen Standort, etwa in einem ungeheizten Schlafzimmer an einem Fensterplatz. Im Herbst wird darüber hinaus zur Schere gegriffen. Verblühte Stauden und Gräser brauchen nicht wie im Frühjahr einen kompletten Rückschnitt. Zu lange
Triebe sollten in etwa auf Kniehöhe eingekürzt werden. Obstbäume sollten gar erst Anfang März geschnitten werden, da sich dann die Wunden besser verschließen. Zu den Klassikern für den Herbstbalkon zählen ganz klar die Heidegewächse. Besonders empfehlenswert sind die sogenannten Knospenblüher. Sie haben kräftig gefärbte Knospen, die sich zwar nicht öffnen, aber deren Farbe lange erhalten bleibt. Es gibt zudem kein Verblühen. Ebenfalls
herbsttauglich ist das Alpenveilchen. Es verträgt die Kälte und ersten Minusgrade durchaus. Wie alle Herbstblüher sollten sie möglichst noch mit geschlossenen Knospen gekauft werden, damit sich die Pracht länger hält. Pflanzen, die Beeren tragen, sollten ebenfalls nicht fehlen. Die Scheinbeere trägt rote Früchte, die die Vorfreude auf Weihnachten wecken. Und die Torfmyrte mit ihren großen weißen oder rosafarbenen Beeren ist ebenfalls eine echte Augenweide.