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Leerstand nach dem NKD-Aus – Suche nach einem Nachmieter läuft

Es ist ein weiterer herber Verlust für die Schöppenstedter Innenstadt. Vor wenigen Tagen endete der langjährige Geschäftsverkauf durch die NKD Group GmbH in der Eulenspiegelstadt. Die Schließung der Verkaufsfiliale auf dem Marktplatz, immerhin ist NKD einer der größten Textileinzelhändler in Deutschland und Österreich, hinterlässt eine weitere Lücke, die auch der SPD-Fraktion in der Stadt Sorgen bereitet. Sie wünscht sich schnellstmöglich einen Nachmieter, damit das Stadtzentrum seine Attraktivität nicht gänzlich verliert.
Seit dem 15. Juni offiziell geschlossen: die NKD-Filiale auf dem Marktplatz in Schöppenstedt Foto: Sebastian Nickel

Bereits im Frühjahr stand die Schließung der NKD-Filiale am Markt im Raum, damals hofften die vier Mitarbeiterinnen auf Nachfrage des Stadtspiegels jedoch noch auf eine Wende und den Erhalt des Geschäfts sowie ihrer Arbeitsplätze. Dieser Wunsch ging nicht in Erfüllung. Mit dem Räumungsverkauf in den vergangenen Wochen und der endgültigen Schließung am 15. Juni endete das Kapitel von NKD in Schöppenstedt.


Während die Angestellten berufstechnisch nun vor einer ungewissen Zukunft stehen, schauen auch die Kunden in die Röhre und müssen nun Fahrten zu den NKD-Filialen in Königslutter, Schöningen oder Wolfenbüttel auf sich nehmen, falls sie weiter bei dem Unternehmen einkaufen möchten.


Auch Schöppenstedts Bürgemeisterin Andrea Föniger, die sich vor einigen Monaten mit einem Schreiben an die Unternehmensgruppe NKD letztlich vergebens für den Erhalt der Filiale stark gemacht hatte, bedauert das NKD-Aus. »Zum einen fehlt damit vor Ort ein weiteres Textilgeschäft, aber auch die hiermit verbundenen Arbeitsplätze. Besonders schade wäre aber auch hier ein Leerstand, wie er bereits bei einigen Geschäftslokalen der Innenstadt zu beobachten ist«, sorgt sich das Stadtoberhaupt.

Die Schöppenstedter SPD-Fraktion mit (v. l.) Philipp Ulrich, Rüdiger Bobka, Dirk Petersen, Peter Haller, Andrea Föniger und Kolja Mühe würde gern einen gastronomischen Treffpunkt am Markt angesiedelt wissen


Ideen für eine mögliche Nachfolge haben Föniger und ihre Mitstreiter aus der SPD-Fraktion bereits. »Wir könnten uns gut vorstellen, dass sich in den Räumlichkeiten in zentraler Lage ein gastronomischer Betrieb wie etwa eine Eisdiele, eine Café oder etwa Ähnliches ansiedelt. Damit könnte der Bereich am Marktplatz mit mehr Leben gefüllt werden. Wir hoffen sehr, dass sich ein entsprechender Nachmieter findet«, so das einheitliche Echo der Ratsmitglieder, die der NKD-Filiale kurz vor der Schließung noch einmal einen Besuch abstatteten, um sich ein Bild von der Lage zu machen und mit den enttäuschten Mitarbeiterinnen zu sprechen.


Anfragen von Interessenten zur Nachmiete können derweil zur Weiterleitung an den Inhaber unter

0 53 32/44 99 an Bürgermeisterin Andrea Föniger gerichtet werden.

Sebastian Nickel