Jeder Zopf hilft – Haare spenden für den guten Zweck

Vor etwa einem Monat startete Silke Günsche von Emmler-Frisuren in Königslutter eine Spendenaktion, die in erster Linie erkrankten Menschen zu Gute kommen soll, die ihre eigenen Haare verloren haben. Mit der großen Haarspende-Aktion möchte Günsche genau jenen Menschen Gutes tun. Deswegen startet die Friseurmeisterin heute nochmals einen Aufruf: »Es kann manchmal so leicht sein, anderen zu helfen. Als ich von dem Projekt hörte, war ich sofort Feuer und Flamme, weil ich weiß, wie wichtig Haare für uns alle sind, insbesondere für Kinder.«
Silke Günsche startete vor einem Monat mit dem Projekt »Haarspende«. Das Foto wurde selbstverständlich mit dem gebotenen Abstand gemacht Foto: Steinkamp

Dass man gemeinsam viel erreichen kann, zeigt bereits die erste Resonanz. »In einem Monat hatte ich schon vier Spender«, freut sich Silke Günsche, die seit 2017 ihren eigenen Salon betreibt. Jeder, der an der Haarspende-Aktion teilnimmt, erhält einen kostenlosen Haarschnitt. Allerdings muss die Länge der Haare mindestens 25 Zentimeter betragen. Erst dann können aus dem Spenderhaar hochwertige Echthaarperücken entstehen. Geknüpft werden diese bei der Perückenmanufaktur Rieswick, die auch die Idee für dieses gemeinnützige Projekt lieferte. Erkrankte Kinder bis einschließlich 17 Jahren, die keine eigenen Haare haben, bekommen die Perücke sogar zuzahlungsfrei bei der Perückenmanufaktur. Bei Haarspenden in perfektem Zustand ab einer Länge von 30 Zentimetern zahlt der Perückenhersteller zusätzlich einen Geldbetrag als freiwillige Spende und in angemessener Höhe an Hilfsorganisationen. Perfekter Zustand heißt: Je länger und auch schwerer der Zopf ist, desto mehr wird gespendet. Weitere Informationen finden Interessierte auf www.haare-spenden.de.

Bei Silke Günsche kann man Haare für den guten Zweck spenden

Wer sich an diesem tollen Projekt beteiligen möchte, darf sich gerne mit Silke Günsche unter 01 76/21 24 03 00 in Verbindung setzen und einen Termin vereinbaren. »Auch der alte Zopf vom Dachboden, der vielleicht einst als Andenken aufgehoben wurde, könnte heute erkrankten Menschen helfen«, verrät die Friseurmeistern, die ihren Beruf mit Leidenschaft ausübt und mit ihrer Selbstständigkeit einen guten Weg gefunden hat, Kind und Karriere unter einen Hut zu bringen. Während sie früher bei einer Frisörkette im Außendienst als Bereichsleitung für das Personal zuständig war, organisiert sie heute völlig selbstständig einen modernen Friseursalon im eigenen Haus, wo ebenfalls eine Kosmetikerin und Fußpflegerin mit ansässig ist. »Ich bin immer noch auf der Suche nach einer geeigneten Friseurmeisterin, die ein ähnlich flexibles Arbeiten befürwortet. Interessentinnen können sich gerne melden.«