Glasfaser für die Stadt – Aktionsphase bis zum 1. April

Während in der Politik die Fünf-Prozent-Hürde bei Wahlen für viele Parteien besonders im Fokus steht, haben viele Schöppenstedter Bürger derzeit eine 40-Prozent-Quote fest im Blick. Diese magische Hürde muss erreicht werden, damit das Glasfasernetz im Ort aus­gebaut und final bis in die Gebäude verlegt werden kann. Ob die Haushalte, die zu einem stabilen und leistungsfähigen Glasfaseranschluss wechseln wollen, letztlich auch die Chance dazu bekommen, entscheidet sich am 1. April. Dann endet die Aktionsphase des Tele­kommunikationsunternehmens htp GmbH aus Hannover, das der Landkreis Wolfenbüttel, Eigentümerin des Breitbandnetzes, als Partner gewinnen konnte.
Am Beratungshäuschen auf dem Parkplatz des Rewe-Marktes in der Neuen Straße erhalten die Bürger Schöppenstedts detaillierte Informationen zum Glasfaseranschluss Foto: Nickel

Seit Mitte Januar läuft die Vermarktung der Glasfaser-Anschlüsse durch htp auf Hochtouren. Allerdings kann der regionale Anbieter nur ausbauen, wenn sich mindestens 40 Prozent der Haushalte bis zum 1. April für einen Glasfaseranschluss entscheiden. »Die Quote ist notwendig, damit der Ausbau für unser Unternehmen wirtschaftlich ist. Denn wir wollen das Projekt ohne öffentliche Zuschüsse realisieren«, sagt htp-Geschäftsführer Thomas Heitmann. 

Wer während der Aktionsphase einen Vertrag mit htp schließt, für den ist der Glasfaserhausanschluss kostenlos. Wer sich dagegen später für einen Anschluss entscheidet, muss knapp 600 Euro Bearbeitungsgebühren zahlen. Nach Baubeginn ist derweil keine Annahme von Aufträgen mehr möglich. Bürger, die bereits einen Vertrag bei htp haben, werden nicht automatisch auf Glasfaser umgestellt, denn eine Umstellung kann das Unternehmen nur durchführen, wenn eine Ge­nehmigung der Hauseigentümer vorliegt. Deshalb informiert htp seine Bestandskunden telefonisch über die Chance, einen zukunftsfähigen Internetanschluss zu beauftragen.

An sämtliche Haushalte Schöppenstedts, die bisher kein Vertragsverhältnis mit htp haben, hat der Anbieter in den vergangenen Tagen Informations­material verteilt, das genau erklärt, wie der Glasfaserausbau funktioniert. Zusätzlich fanden vom 20. bis 22. Januar im Gemeindehaus an der Kirche Beratertage statt, bei denen sich die Bürger genauer informieren und Aufträge erteilen konnten. Wissenswertes zum Ausbau hat htp auch auf www.htp.net/glasfaser/wolfenbuettel veröffentlicht.

Ob der Ausbau des Glasfasernetzes in Schöppenstedt tatsächlich startet, entscheidet sich nach der Aktionsphase des Anbieters htp

Entscheidend für das Erreichen der 40-Prozent-Quote sind die eingereichten Aufträge. Ein Auftrag besteht dabei aus drei Teilen – einem Auftrag für einen bestimmten Tarif, einem Nutzungsvertrag sowie einem Hausanschlussvertrag. Wer nicht selbst der Grundstückseigentümer ist, muss lediglich den Auftrag für den htp-Tarif ausfüllen, sowohl der Nutzungs- als auch der Hausanschlussvertrag muss dann vom Grundstückseigentümer ausgefüllt werden. 

Erreicht Schöppenstedt die Quote, will htp bereits Mitte 2022 mit den Bauarbeiten für die neue Infrastruktur beginnen. Eine Tiefbaufirma wird dann in Absprache mit den Grundstückseigentümern zunächst eine Ortsbesichtigung durchführen. In den Phasen zwei und drei werden dann die Tiefbauarbeiten durchgeführt und der Hausanschluss endgültig hergestellt. Nach dem kompletten Abschluss der Arbeiten könnten die angeschlossenen Haushalte dann bei ihrem Anbieter htp Bandbreiten von 250, 500 oder 1 000 Mbit/s beziehen und so sämtliche Inhalte und Möglichkeiten des Internets störungsfrei und schnell nutzen.

Sebastian Nickel