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Gedenkveranstaltung zum 72. Jahrestag der Schließung der innerdeutschen Grenze

Am Sonntag, dem 26. Mai, um 11:00 Uhr wird am Grenzdenkmal Hötensleben dem 72. Jahrestag der Schließung der innerdeutschen Grenze gedacht.

Grenzdenkmal Hötensleben, Foto: Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn

Am 26. Mai 1952 veranlasste das DDR-Regime, die bis dahin noch durchlässige innerdeutsche Grenze komplett abzuriegeln. Es ließ Stacheldrahtzäune errichten und veranlasste die Überwachung des
Grenzgebietes. Fluchtversuche sollten, wenn nötig, mit tödlicher Gewalt verhindert werden. Zudem wurden vermeintlich „politisch unzuverlässige“ Bewohnerinnen und Bewohner aus grenznahen Ortschaften gezwungen, ihr Zuhause verlassen. Auch in den Folgejahren vertrieb die SED-Diktatur immer wieder Menschen: Bis Ende 1961 wurden etwa 12.000 Personen aus dem Sperrgebiet an der innerdeutschen Grenze in das Landesinnere zwangsausgesiedelt.


Die Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn, der Grenzdenkmalverein Hötensleben e.V. und der Verein Grenzenlos – Wege zum Nachbarn e.V. laden zum Gedenken an all jene Menschen ein, die durch das Grenzregime der DDR ihre Heimat verloren, Leid und Unrecht erfuhren oder getötet wurden.


Nach der Begrüßung durch Dr. Kai Langer (Direktor der Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt) und Grußworten durch den ehemaligen Europaabgeordneten Michael Cramer und dem Bürgermeister der Stadt Schöningen, Malte Schneider, hält Dr. Bart Quintelier (Leiter des Stasi-Unterlagen-Archivs Magdeburg) die Gedenkrede. Darauf folgen Kranzniederlegungen und eine Gedenkminute.

Das Café der Begegnung bietet im Anschluss Gelegenheit zum Austausch. Um 13:00 Uhr beginnt ein öffentlicher Rundgang über das Gelände des Grenzdenkmals Hötensleben. Die musikalische Gestaltung der Gedenkstunde unternimmt der Posaunenchor St. Stephani aus Helmstedt. Bei Regenwetter findet die Gedenkstunde in der Evangelischen Kirche Sankt Bartholomäus Hötensleben und das Café der Begegnung im Luthersaal des Pfarramtes, Ackerwinkel 1, statt.