Die FSV Schöningen 2011 ist Tabellenführer nach dem 14. Spieltag in der Oberliga-Saison. Was für eine Leistung. »Momentan läuft’s einfach«, beschreibt es der Social-Media-Beauftragte Thomas Adrian Lubetzki. Nach der großen Saison 2022/23 nach dem Aufstieg hieß das erklärte Ziel, in der Oberliga die Klasse zu halten. Und jetzt, da das schwierige zweite Jahr abgeschüttelt ist, steht die FSV im dritten Oberligajahr ganz oben – ohne natürlich von Aufstieg sprechen zu wollen. Ein Bericht von Qualität, Quantität und schönen Novemberüberraschungen im Elmstadion.

Aktuell stehen bei der FSV Schöningen 2011 acht Siege, drei Unentschieden und zwei Niederlagen zu Buche. In der Summe bedeutet das: 27 Zähler und der erste Platz. Noch rosiger wird die Tabellenansicht, wenn man sich die absolvierten Spiele ansieht, bei denen die FSV mit 13 Partien zusammen mit Eintracht Braunschweigs U 23 sogar ein Match weniger aufweist als die Kontrahenten.
Zu diesem positiven Zwischenergebnis haben unter anderem die Spiele gegen TUS Bersenbrück oder zuletzt den Heeslinger SC beigetragen, wo die FSV erstmals auswärts drei Punkte einfahren konnte. »Zweimal sind wir in Heeslingen sang- und klanglos untergegangen« hatte Marketingleiter Gunnar Niemann im Vorfeld des Topspiels des vergangenen Wochenendes geschrieben – jedoch mit einem Quäntchen Hoffnung: »Aber dieses Mal soll es klappen.« Und damit behielt er recht. Und so schloss er seinen Spielbericht mit den Worten »Es ist geschafft« ab und zog damit ein Fazit zum 3 : 2-Auswärtssieg, bei dem zwei Mal Christian Beck (19. und 62.) sowie ein Mal Ousman Touray (45.) trafen. Mit einem schnellen Doppelpack des Gegners in der 76. und 78. Minute des Spiels wurde es zwar noch mal spannend, doch alles wurde »konsequent wegverteidigt«. So landeten auch diese Punkte auf dem Konto.
Doch liegt die erfreuliche Tabellenposition nicht allein an diesen vermeintlich unerwarteten sechs Punkten, wie Gunnar Niemann beschreibt. Auf Anfrage des Stadtspiegels, was dieses positive Momentum bedingt, antwortet er: »Es greift derzeit einfach alles ineinander. Das zweite Jahr in der Oberliga war sehr schwierig. Zum einen hatten wir die Trainerabgänge, zum anderen haben wir total unterperformed, auch wenn wir mit dem Kader wesentlich mehr hätten leisten können. Mit dem neuen Trainer und vielen guten Zugängen schöpfen wir nun unser Potenzial voll aus. Erst kam Maximilian Sauer im April, dann ist im Juni Christian Benbenneck, kommend vom Regionalligisten BFC Dynamo, als Cheftrainer eingestiegen. Außerdem verstärken uns Ousman Touray, Kerem Sari, Shamsu Mansaray (alle Delmenhorst), Dimitar Milushev (Nordhausen) sowie die beiden Torhüter Tobias Dank (Hildesheim) und Sabri Vaizov (Nordhausen). Joris-Leander ist aus der eigenen Jugend dazugestoßen. Ian Lee Schlangen sowie Elia Cirrone kamen aus der U 19 von den Freien Turnern zu uns, und zu guter Letzt müssen wir Philipp Harant, mit aktuell sechs Treffern unseren Goalgetter aus der Abwehr, erwähnen, der von Chemie Leipzig wechselte. Damit haben wir uns gegenüber dem starken Team der Vorsaison verjüngt und sind in Qualität wie auch Quantität in der Breite extrem verstärkt. Mit dem momentanen Lauf und einem guten Gefühl gewinnt man dann auch gegen Bersenbrück und Heeslingen«, so Niemann, der neben seinen Hintergrundaufgaben selbst als Spieler im Kader der FSV steht, wenn auch seit Längerem verletzt.
Wegen der herausragenden Leistungen in dieser Saison denken vielleicht einige an den Aufstieg, aber sprechen mag davon in dieser frühen Phase niemand. »Es klingt platt, ist aber einfach eine oft ausgesprochene Wahrheit. Wir müssen von Spiel zu Spiel denken. Die Mannschaft entwickelt sich super, hat aber weiterhin Luft nach oben. Es gilt, konzentriert weiter zu arbeiten und uns selber noch zu verbessern«, blickt Cheftrainer Christian Benbenneck voraus.

So oder so ist der Fußball in Schöningen derzeit ein äußerst ansehnlicher. Und gerade bei den kommenden Partien zu Hause ist Unterstützung gern gesehen. Daher ruft die FSV ein tolles Programm auf, das Fans auch bei dem Wetter im November, der ganze vier Heimspiele auf dem Plan hat, ins Elmstadion lockt. So wird die Bratwurst beim Heimspiel gegen HSC Hannover (3. November, 14 Uhr) nur 1,50 Euro kosten. Bei der Partie gegen Arminia (9. November, 14 Uhr) wird das Bier für 1,50 Euro angeboten. Gegen Meppen II (16. November, 14 Uhr) zahlt jeder Besucher nur 5 Euro Eintritt. Und gegen Lupo (30. November, 14 Uhr) wartet die FSV mit einer Überraschung auf. Zudem gibt es alle Getränke in der Gaststätte/dem Vereinsheim ab Spielende bis 18 Uhr ebenfalls für 1,50 Euro zu genießen – »ein Mehrwert für Spieler und Fans“, wie Niemann betont.
Sebastian Lükemann