Das »Katzenhäuschen« ist dringend auf Spenden angewiesen

Die Auswirkungen der Coronapandemie zeigen sich nicht nur in Bars, Restaurants und in der Veranstaltungsbranche. Auch das »Katzenhäuschen« in Gevensleben, das zu den Katzenfreunden Königslutter gehört, ist mehr denn je auf Spenden angewiesen. Grund dafür sind entfallene Adventsmärkte und andere Veranstaltungen, auf denen die Ehrenamtlichen in der Vergangenheit stets höhere Spendensummen generieren konnten.
Shari Homann (r.) zusammen mit Wiebke Spinzig im »Katzenhäuschen«. Spinzig ist die neueste ehrenamtliche Helferin, die kurzerhand eine Not-Pflegestelle in ihrem Haus einrichtete. Dort versorgt sie derzeit einige Kätzchen und bereitet sie mit der Unterstützung ihres Mannes liebevoll auf die Vermittlung vor Fotos (2): Steinkamp

 

Beim Betreten des »Katzenhäuschens« erklingt ein leises Miauen und Schnurren. Insgesamt sechs kleine Katzenkinder werden derzeit liebevoll von Shari Homann betreut und gepflegt. Die kleinen Stubentiger wurden zum Teil in einem Graben in der Nähe gefunden und in die Obhut der Tierschützer gebracht. Die Liebe zu den Samptpfoten begleitet Shari Homann fast schon ein Leben lang. Sie ist selber Besitzerin von mehreren Fellnasen und unterstützt die Katzenfreunde Königslutter seit nunmehr fünf Jahren. »Angefangen hat alles als Pflegestelle bei uns im Haus«, erinnert sich Homann. Doch der Platz reichte schnell nicht mehr aus, und so wurde kurzerhand der Partyraum zum »Katzenhäuschen« umfunktioniert.
»In Hochphasen betreue ich hier bis zu 22 Katzen«, verrät die Ehrenamtliche. Die Kosten seien immens. »Allein im vergangenen Jahr hatten wir Tierarztkosten von insgesamt 40 000 Euro.« Eine erstaunliche Summe, zu der man noch die täglichen Futter- und Zubehörkosten rechnen müsse. Die Katzenfreunde Königslutter vermittelten im vergangenen Jahr insgesamt 156 Katzen in ein neues liebevolles Zuhause. Allein 140 Streuner wurden 2019 durch den gemeinnützigen Verein kastriert.

Noch bis Dezember läuft die neue großangelegte Kastrations­aktion des Landes Niedersachsen. Für die Tierschützer bedeutet dies, herrenlose Streuner einzufangen und sie kastrieren zu lassen, um damit die Population nicht gewollter Kätzchen einzudämmen. »Außerdem wer­den alle Katzen geimpft, entwurmt und gechipt«, ergänzt Shari Homann. Als Interessent könne man also sicher sein, ein Tier zu bekommen, das alle nötigen Gesundheitschecks durchlaufen hat. 

Immer wieder gerne gesehen sind ehrenamtliche Helfer. Neben den zwei Katzenhäusern in Königslutter gibt es je eins in Scheppau und Gevensleben. »Hinzu kommen unsere privaten Pflegestellen in Beienrode, Grasleben und Schöppenstedt«, schildert Homann. Schließlich helfe man, wo Not am Mann ist, und dafür könne man gar nicht genug ehrenamtliche Helfer haben. 

Von Tierarztbesuchen bis hin zu Vermittlungsgesprächen – aufopferungsvoll kümmert sich das ehrenamtliche Team um Shari Homann um die Kätzchen, die keiner zu wollen scheint. »Wer Interesse bekommen hat, darf sich gerne mit uns in Verbindung setzen oder sich auf www.katzenfreunde-königslutter.de über den aktuellen Stand informieren«, so Homann. Dort seien auch alle Telefonnummern für Notfälle zu finden sowie die Bankverbindungen der Spendenkonten. Wer die gemeinnützige Arbeit für die Samptpfoten unterstützen möchte, kann direkt auf das Konto der Katzenfreunde Königslutter oder über Paypal spenden. Alternativ ist auf der Webseite ein Amazon-Wunschzettel hinterlegt mit benötigten Zubehör- und Pflegeartikeln. »Auch hier freuen wir uns über jede Spende«, versichert Shari Homann. as

Das »Katzenhäuschen« in Gevensleben beherbergt zur Zeit sechs kleine Katzenkinder