Bürgermeisterin Andrea Föniger sieht eine überwiegend positive Entwicklung und gibt einen Ausblick aufs neue Jahr

Rund vier Wochen nach dem Jahreswechsel lässt Schöppenstedts Bürgermeisterin Andrea Föniger (SPD) das vergangene Jahr noch einmal Revue passieren. Neben vielen positiven Aspekten gibt es rückblickend für sie vor allem zwei Dinge zu bemängeln. Welche das sind und welche Vorhaben in und um Schöppenstedt samt dessen Ortsteilen in diesem Jahr umgesetzt werden sollen, darüber sprach das Stadtoberhaupt mit dem Stadtspiegel.

Möchte auch im Jahr 2024 die Entwicklung der Elmstadt gemeinsam mit der Verwaltung und den Bürgern vorantreiben: Schöppenstedts Bürgermeisterin Andrea Föniger

Zunächst bedankte sich die Bürgermeisterin bei den Mitgliedern des Stadtrats, der Verwaltung und des Bauhofs, allen ehrenamtlichen Helfern der verschiedensten Bereiche sowie allen Bürgern, die in ganz unterschiedlicher Funktion und Weise die positive Entwicklung der Stadt im vergangenen Jahr gefördert hätten.


Angesprochen auf Ereignisse und Entwicklungen, die ihr aus den vergangenen Monaten positiv in Erinnerung geblieben sind, entgegnete Föniger: »Beeindruckt haben mich zuletzt das Weihnachtsoratorium unter der Leitung von Julian Heider sowie das Neujahrskonzert durch das Orchester des Nordharzer Städtebundtheaters. Ich freue mich auch über positive Resultate und Entwicklungen von Vereinen und Mannschaften. Auch die FiSch-Radtour war erneut ausgebucht. Selten hat zudem unser Stadtfest so viele Besucher wie im vergangenen Jahr angezogen. Toll waren auch das Osterfeuer und das Osternest, das Maibaumfest, das immer größer werdende Ackerfest und die schönen Advents- und Flohmärkte. Die Schulen und das Jugendzentrum, wo demnächst auch eine Jugendsprechstunde geplant ist, leisten zudem großartige Arbeit. Letztendlich steigt auch die Einwohnerzahl weiter und steht mittlerweile bei 5 667.«


Neben diesen zahlreichen erfreulichen Fakten, zu denen auch die Installation der neuen WC-Anlage am Marktplatz gehört, gibt es jedoch auch Dinge, die die Bürgermeisterin negativ gestimmt haben bzw. stimmen: »Zum einen war ich etwas enttäuscht über die Teilnehmerzahl an der Kranzniederlegung zum Volkstrauertag. Gerade in der aktuellen Politik- und Weltlage sollten wir an solchen Tagen mehr Präsenz zeigen. Zum anderen sollten wir gemeinsam auch die Sauberkeit unserer Stadt im Auge behalten. An verschiedensten Stellen wird Müll und Unrat unsachgemäß entsorgt oder Eigentum mit Farbe beschmutzt. Hier liegen inzwischen auch Anzeigen vor.«


Neben dem ständigen Bemühen, gemeinsam mit dem Engagement aller Bürger die Stadt sauberer zu machen, gibt es für das Jahr 2024 zahlreiche Vorhaben, die mit den Mitteln aus dem bereits beschlossenen und aktuell ausgeglichenen Haushalt für 2024 auf den Weg gebracht bzw. in die Tat umgesetzt werden sollen. »Im Investitionsplan der Stadt sind unter anderem Mittel für die Anschaffung von Spielgeräten, die Pflasterung von Abfall-Containerplätzen, die Umstellung auf bisher noch fehlende LED-Straßenbeleuchtung, neue Blumenampeln oder Pflanzkästen für den Marktplatz sowie neue E-Ladesäulen eingeplant. Ein Augenmerk liegt zudem auf der Instandsetzung bzw. Erneuerung der Akustikanlage in der Eulenspiegelhalle. Die technischen Anlagen wie Beamer, Mikrofon und Headset sollen auf einen aktuellen und bedarfsgerechten Stand gebracht werden. Des Weiteren soll die Rasenfläche am Jugendzentrum zu einer sogenannten Multifunktionsfläche für Ballsportarten umgestaltet werden. Damit kommt man einem großen Wunsch von Kindern und Jugendlichen entgegen. Dazu wird zunächst eine professionelle Vorplanung erfolgen, zu der Nutzer und Interessierte später einbezogen werden sollen«, berichtete Andrea Föniger zu den Planungen.


Laut der Bürgermeisterin ebenfalls beschlossen sei die Erstellung eines Fahrradverkehrskonzepts. Mit einem Gutachten solle geprüft werden, inwiefern Verbesserungen für den Zwei­radverkehr möglich seien. Zudem wurde die Prüfung von zwei Bedarfsampeln an der Neuen Straße beim Landkreis Wolfenbüttel beantragt. Diese seien sowohl für den Bereich am Friedhof als auch im Bereich der Bushaltestelle nähe Autohaus Wiegand wünschenswert. Gerade hier wäre eine Ampel eine verbesserte Querungshilfe für Schulkinder aus dem Bereich Sandberg.


Wichtig, so Föniger, sei den Entscheidern im Schöppenstedter Rathaus auch der Lückenschluss für den Radweg nach Sambleben. »Im Bereich der Sambleber Straße (Ortsausgang) sind die entsprechenden Grundstückteile dazu angekauft worden. Die Bauarbeiten sollen entsprechend der Verfügbarkeiten gestartet werden. Zudem sollen die Dorfgemeinschaftshäuser behindertengerecht umgerüstet werden. Im Dorfgemeinschaftshaus Eitzum besteht zudem aufgrund eines Wasserschadens akuter Handlungsbedarf«, erläuterte Föniger, die alle Einwohner ermutigt, engagiert zu bleiben, Rückgrat zu zeigen und die neuen Herausforderungen gemeinsam anzugehen.

Sebastian Nickel