87 Jahre Riesebergmorde: DGB und Stadt Braunschweig gedenken der Opfer

Am 4. Juli 1933 wurden in Rieseberg zehn Gewerkschafter und ein Student von den Nationalsozialisten ermordet. Aus diesem Anlass gedenken der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB), Region Südost-Niedersachsen, gemeinsam mit der Stadt Braunschweig der Opfer. Die Kranzniederlegungen in Braunschweig sowie die Gedenkveranstaltung in Rieseberg zeigt der Bürgerfernsehsender TV38 im Kabelnetz sowie auf www.tv38.de/livestream.

Die Ehrungen beginnen am Sonnabend, dem 4. Juli, um 12.30 Uhr am Heinrich-Jasper-Denkmal am Ruhfäutchenplatz in Braunschweig. Gegen 13 Uhr findet eine Kranzniederlegung vor den Gräbern der Riesebergopfer auf dem Braunschweiger Hauptfriedhof statt.
Michael Kleber, DGB-Regionsgeschäftsführer, betont: »Das gegenwärtige Agieren von Neonazis in unserer Region ist erschreckend und erinnert mit den offenen Drohungen, Einschüchterungen und Gewalttaten an 1933. Mit dem Gedenken an die Riesebergopfer zeigen wir Haltung und mahnen gleichzeitig, dass unsere Demokratie kein Selbstläufer ist. 1933 wurden
durch die Nationalsozialisten Minderheiten diskriminiert, Andersdenkende
verfolgt und der Nationalismus beschworen«. Kleber weiter: »Wir Gewerkschaften stehen gemeinsam mit der Stadt Braunschweig heute für ein weltoffenes Deutschland und ein soziales Europa.«

Relief an der Gedenkstätte Rieseberg
Relief an der Gedenkstätte Rieseberg

Die Gedenkveranstaltungen finden ihren Abschluss um 14 Uhr in Rieseberg am Denkmal für die Opfer auf dem Gelände der ehemaligen DGB-Jugendbildungsstätte. Pia Zimmermann, MdB (Die Linke), hält die Gedenkrede. Die Veranstaltung wird musikalisch vom Johann Voß, Lyriker und Sänger, begleitet. Vor dem Hintergrund der Coronapandemie verweisen die Veranstalter auf die Einhaltung von Abständen sowie gegebenenfalls das Tragen eines Mund-Nasen- Schutzes.mattis, pulvinar dapibus leo.